Drei Ausstellungen – fünf Kilometer

© Julia Sossinka, through the age

Drei Kunstausstellungen haben in den vergangenen Tagen in Steglitz-Zehlendorf ihre Vernissage gefeiert – die Ausstellungsorte liegen nicht einmal fünf Kilometer von einander entfernt.

Mit dem Begriff „Kult“ setzt sich die aktuelle Ausstellung des Kunst.Raum-Steglitz auseinander. 13 von einer Jury ausgewählte Künstler nähern sich in der Schau „Kult im Wandel“ dem Begriff in Malerei, Fotografie, Zeichnung, Objektkunst und Bildhauerei an.

Strenggenommen ist Kult als ritualisierte Handlung zur Verehrung der Gottheiten zu verstehen.  Heute wird aber von Kultfilmen, Kultmusik, Kultfigur… Kult, kultisch, kultig… gesprochen. Doch was sagen uns
diese Begriffe?  Mit Kultur geben Menschen Bewährtes weiter. Doch wann wird Kultur zum Kult? Wann wird Selbstwahrnehmung zu allgemeingültiger Ästhetik erhoben?

Welche Antworten die Künstler auf diese Fragen gefunden haben, ist bis zum 24. Juni in der Villa Kult, Hindenburgdamm 12, zu sehen. Zudem gestalten verschiedene Künstler jeden Sonnabend ab 18 Uhr ein buntes Rahmenprogramm mit Lesungen, Musik und Video.

Die Themen Vergänglichkeit und Schnelllebigkeit in ihren unterschiedlichen Facetten thematisiert die Ausstellung „Schall und Rauch“ in der ersten Etage des Boulevard Berlin. Es handelt sich um eine gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler Jerry Kowalsky und Julia Sossinka, präsentiert vom Kulturamt Steglitz-Zehlendorf.

Julia Sossinka hat an der Kunstakademie Düsseldorf freie Kunst studiert und war Meisterschülerin von Professor Markus Lüpertz. Ihre raumgreifenden Installationen entstehen im Prozess direkt am Ausstellungsort und sind eine Einladung an die Besucher*innen sich in dem klingenden Farben- und Formenspiel zu verlieren.

Jerry Kowalsky ist gebürtiger Niederländer und studierte bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Bildhauerei an der Kunstakademie in Maastricht. Er lebt und arbeitet seit 2012 in Berlin. Seine Arbeit behandelt Aspekte der sozialen Realität, in der wir leben. Kowalsky zerlegt Produkte der Wegwerfgesellschaft in kleine Sequenzen und formt daraus Skulpturen, die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit in sich tragen.

Die Schau ist bis zum 24. September zu sehen. Am Mittwoch, 31. Mai, 28. Juni und 12. Juli, führt  jeweils um 18 Uhr Jennifer Graubener, wissenschaftliche Volontärin im Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, durch die Ausstellung. Sie erläutert die künstlerische Praxis und die Techniken der ausgestellten Arbeiten.

Die Jahresausstellung der Landesgruppe Berlin/Brandenburg der Künstlergilde zeigt bis zum 7. Juni bei Primobuch, Herderstraße 24, die Arbeiten der Vereinsmitglieder Süheyla Asci (Malerin, Meisterschülerin bei Professor Klaus Fußmann), Brigitte Körber (Malerin; Meisterschülerin bei Professor Markus Lüpertz), Ingolf Seidel (Fotokünstler) Astrid Rocken (Objektkünstlerin) Anneliese Konrat-Stahlschus (Textilkünstlerin), Tanja Neljubina (Grafikerin, russische Schriftstellerin), Günter Rudolf Kokott (Maler), Hans Stein (Maler), Jenny Schon, Dr. Dietmar Gräf (stellv. Bundesvorsitzender, Fachgruppenleiter: Musik) und Aldona Gustas (Malerin und Dichterin).

Im Rahmen der Ausstellung wird Jenny Schon am Donnerstag, 18. Mai, um 19 Uhr eigene Gedichte vorlesen und dabei von Dr. Dietmar Gräf mit eigenen Kompositionen am Klavier begleitet. Die Finissage findet am 3. Juni um 17 Uhr statt.

PM

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